Eine wertvolle Bereicherung unserer Kenntnisse von den Zuständen in der Wismarer Gegend vor 4.000 Jahren ergab die Öffnung des Hünengrabes Neu Farpen.
Im Jahr 1941 waren fast keine Schutzsteine mehr vorhanden. Der Aufmerksamkeit eines Bauern ist es zu verdanken, dass fast alle Grabbeigaben geborgen werden konnten, zumal Jugendliche unbefugt gegraben hatten und feststellten, „nix as olle Pottschören“.
Zum Vorschein kamen Beile, Meißel, Pfeilspitzen, Spannmesser, Bernsteinperlen und Tongefäße für Speisen und Trank. Aus den diversen Krügen ließ sich Kunstgeschichte der Zeit um etwa 1450 vor unserer Zeitrechnung ablesen, auch Handelsbeziehungen nach Osten und Süden, z.B. nach Polen und in den Harz.
Die geborgenen Fundstücke wurden restauriert und befinden sich im Landesmuseum in Schwerin.