Geschichtsspuren - Teil 4 | Aktuelle Nachrichten und Informationen

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Geschichtsspuren - Teil 4

Die Kirche

Der Backsteinbau wurde in der 1. Hälfte des 13. Jahrhunderts in der Übergangsperiode zwischen Romantik und Gotik errichtet. Erst 1361 wurde der quadratische Turm vollendet. Die vier blendengeschmückten Giebel werden abgeschlossen von einem achtseitigen Helm. Im 37/40 Meter hohen Turm hängen drei Bronzeglocken. Das Innere der Kirche ist sehenswert. Während das Kirchenschiff eine Balkendecke hat, wird der Chor von einem Kreuzgratgewölbe abgeschlossen. Beides wird durch den spitzbogigen Triumphbogen optisch getrennt.

Seit 1980 wurden umfangreiche Restaurierungen insbesondere der Wand- und Gewölbemalereien durchgeführt. An der Nordwand sind Malereien von 1400 zu sehen. Die Südwand zieren biblische Szenen und plattdeutsche Inschriften. Die übergroßen Heiligenfiguren stammen aus der 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts.

Das Gebäude Hageböker Weg 1

Ursprünglich als Küster- und Schulhaus 1852 bis 1854 erbaut. Für Schulzwecke wurde es noch bis in die weite Hälfte des 20. Jahrhunderts genutzt.

Der Gänsemarkt

Auf dem Rondell steht eine seltene Eiche. Hierbei handelt es sich um eine Farneiche, eine durch Zufall gewachsene Abart der heimischen Stieleiche (siehe Infotafel auf dem dort stehenden Findling).

Der Burgwall

Der Wallberg hat eine Höhe von 50m über dem Meeresspiegel. Auf dem Plateau desselben, dem Thingplatz, wurde 1171 die neue slawische Burg, die mit allen ihren Bauten in den Achsen 108 und 80 Metern ein Halbrund bildete. Während die Burg schon Ende des 13. Jahrhunderts nicht mehr existierte, sind die drei Wälle, die die Burg umschlossen, noch erkennbar. Verstärkt wurde das Ganze noch durch einen Wallzug im Norden. Im Westen wurde die Burg durch eine Bachniederung geschützt, im Süden sind die Wälle durch einen Steg miteinander verbunden (im Volksmund „Dreiberge“ genannt). Durch den Bau einer Freilichtbühne und die Sprengung eines Aussichtsturmes wurde die Fläche verändert. Die heutige Brunneneiche wurde etwa in den 30er-Jahren des 20. Jahrhunderts gepflanzt. Bewirtschaftet und gepflegt wird das Plateau von dem Thingplatzverein e. V.